In einem für die Vermieterin durch Rechtsanwalt Dirk Valter gegen einen ursprünglich mit Mietzahlungen in einer Höhe von mehr als 2 Monatsgesamtmieten säumigen Mieter geführten Räumungsprozess beim Amtsgericht Mönchengladbach hat das Gericht die in der Rechtsprechung herrschende, auch durch den BGH in ständiger Rechtsprechung vertretene Meinung bestätigt, dass ein Mieter durch Zahlung sämtlicher Rückstände, die zur Kündigung führten, innerhalb der sog. Schonfrist des § 569 BGB (2 Monate ab Rechtshängigkeit einer Räumungsklage), lediglich (einmalig) eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses „heilen“ kann, nicht jedoch eine daneben hilfsweise ausgesprochene ordentliche Kündigung wegen der gleichen früheren Rückstände. Dem Argument der Gegenseite, „das könne ja nicht sein, da dann im Gesetz eine Lücke bestünde“, ist auch das Amtsgericht Mönchengladbach nicht gefolgt. Der Mieter hatte innerhalb der Schonfrist alle Rückstände beglichen und meinte, damit habe er sich von den Kündigungen befreit. Da Rechtsanwalt Valter noch in der Räumungsklage eine ergänzende ordentliche Kündigung hilfsweise für die Vermieterin ausgesprochen hat, musste das Gericht den Mieter trotz Zahlung zur Räumung verurteilen, wobei aufgrund der Prozessdauer der ordentliche Beendigungszeitpunkt zeitlich überschritten wurde und aufgrund dessen die sofortige Räumung auszusprechen war und auch ausgesprochen wurde.

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